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Erdbeben in Basel

Das Beben erreichte am 8. Dezember um 17.49 Uhr eine Magnitude von 3,4 auf der Richterskala, sagte der Schweizerische Erdbebendienst. Das heisst: «Es hat recht geschüttelt», sagte ein Polizist auf der Einsatzzentrale. Entsprechend verschreckt waren viele Basel. Bei der Kantonspolizei gingen zahlreiche Anrufe ein. Über Schäden ist noch nichts bekannt.

Dabei hatten Geologen mit einigen kleinen Beben gerechnet. Denn seit einigen Tagen wird ein Projekt für den Wärmebergbau durchgeführt. Darin wird Wasser durch eine fünf Kilometer tiefe Bohrung in das Gestein gepumpt, um die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen. Dieser Vorgang ist von kleinen Erdbeben, so genannten Mikrobeben begleitet, wie es in der Beschreibung des Projekts heisst – aber dass die Erde nun dermassen stark rütteln würde, überraschte die Forscher.

Dieses Beben sei nun eindeutig stärker gewesen, als man es erwartet habe, sagte Manfred Baer, Leiter des seismischen Messdienstes Schweiz beim Erdbebendienst an der ETH Zürich. Er räumte ein, dass das Projekt mit einem gewissen Risiko verbunden sei. Die Experten der federführenden Firma Geothermal Explorers seien aber in der Lage, rasch zu reagieren.

Seit Beginn der Bohrungen, mit denen untersucht wird, ob sich Erdwärme kommerziell nutzen lässt, hat der Erdbebendienst 17 Mikrobeben in Basel registriert. Sie hatten bisher eine maximale Magnitude von 1,7 – das heisst, sie waren doppelt so schwach wie das heutige Beben! Bleibt zu hoffen, dass ein solches Projekt das Risiko auch wert ist – und dass die Forscher wirklich wissen, was sie tun.

Deep Heat Mining Projekt